Eine zentrale Frage war, ob die Insulingabe in unmittelbarer Nähe des Glukosesensors dessen Messung beeinflusst. Vorübergehende Signalstörungen zeigten sich vor allem bei Boli ab 10 Einheiten. In diesem Dosisbereich traten sie bei etwa 20 bis 25 % der Bolusgaben auf. Im Mittel normalisierte sich das Sensorsignal nach rund 20 Minuten wieder.

Der Ansatz ist interessant, weil er die Zahl der am Körper getragenen Komponenten reduzieren könnte. Für die klinische Relevanz wird aber entscheidend sein, wie zuverlässig die Glukosemessung und die automatisierte Insulinsteuerung gerade während solcher Signalstörungen funktionieren.

Daten zu Time in Range, Hypoglykämien oder zur längerfristigen Zuverlässigkeit liegen bislang nicht vor. Die bisherigen Ergebnisse sind daher vor allem als Machbarkeitsnachweis zu verstehen. Ob sich daraus ein klinischer Vorteil gegenüber etablierten Systemen ergibt, muss sich erst in weiteren Studien zeigen. Der Prototyp ist derzeit nicht zugelassen.